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Überprüfen Sie Ihre Designs, speziell die Versorgungsnetze!
Reduzieren Sie Ihren Bedarf an Kerkos dramatisch!

Aufgrund des globalen Versorgungsengpasses bei diversen Standard-Bauelementen lohnt sich ein kritischer Blick auf das Design.

Sowohl bezüglich der Dramatik der Versorgung als auch dem quantitativen Einsparpotential stechen die keramischen Kondensatoren in den Versorgungsnetzen oftmals besonders hervor.

In vielen Entwicklungen setzt man bei Versorgungsnetzen auf "bewährte" Strategien, allzu oft genährt durch zweifelhafte Application Notes, ohne die Sinnhaftigkeit belastbar zu überprüfen. Theorien und Simulationen sollten am Ende immer meßtechnisch verifiziert werden.

Application Notes liefern natürlich wichtige Hinweise zum Design. Bezüglich der Versorgungsintegrität und EMV muss man die Vorschläge aber sehr kritisch hinterfragen. Außerdem müssen diese Themen überwiegend auf Geräteebene und nicht auf Bauelementeebene behandelt und gelöst werden.

Bezüglich der Kerkos in Versorgungsnetzen gibt es zwei hervorstechende Ansatzpunkte, die oft nicht beachtet werden:

Parallelschaltungen ohne Bedarf
Oft findet man an Lastanschlüssen zwei Kerkos in Parallelschaltung, einen kleinen und einen großen, z.B. 10nF und 100nF. Das ist nicht nur überflüssig, sondern schädlich. Die Parallelschaltung hat eine weitaus höhere Impedanz als der der 100nF alleine. Bei großen Kapazitätsunterschieden (z.B. 10nF, 10uF) ist die Situation komplizierter. In bestimmten Frequenzbereichen ist die Parallelschaltung vorteilhaft, in anderen nicht. Hier muss im Einzelfall geprüft werden, in welchen Frequenzbereichen die Probleme und Störer liegen.

Falsche Nutzung von Versorgungslagen
Beim Einsatz von Versorgungslagen muss eine gänzlich andere Strategie als bei der Versorgung über Traces zur Anwendung kommen. Ein Lagenpaar GND/VCC stellt einen hervorragend breitbandigen Kondensator dar. Dieser kann mit wenigen Kondensatoren auf mittlere und niedrigen Frequenzen niederimpedant ausgebaut werden. Lasten müssen direkt in die Versorgungslagen durchkontaktiert werden,- ohne individuellen Bypass. Über Ausnahmen dazu muss nur bei extremen Störern nachgedacht werden. Diese sind sinnvoller Weise mit individuellen Konzepten zu behandeln.

Schon mehrfach konnte mit einem gezielten Redesign der Bedarf an Kerkos mehr als halbiert werden, ohne die Funktion oder EMV negativ zu beeinflussen!

Gerne diskutieren wir die Themen unverbindlich!

Bei weiterem Interesse bieten wir Schulungen vor Ort und Projektunterstützung an.